EN ISO 20345: S1, S1P, S2, S3 einfach erklärt

EN ISO 20345: S1, S1P, S2, S3 eenvoudig uitgelegd

Die Norm EN ISO 20345 legt fest, welche Schutzfunktionen Sicherheitsschuhe haben müssen. Doch was bedeuten S1, S1P, S2 und S3 konkret für deinen Arbeitsalltag, und welche Klasse passt zu deinen Risiken am Arbeitsplatz am besten? In diesem Leitfaden bekommst du eine klare, praxisnahe Erklärung der Klassen, eine schnelle Auswahlhilfe und ein kompaktes Glossar der wichtigsten Kennzeichen. Suchst du gezielt nach en iso 20345 s1 s1p s2 s3, findest du hier die wichtigsten Antworten auf einen Blick. Eine ausführliche Gegenüberstellung bietet der Artikel Sicherheitsklassen nach EN ISO 20345 im Vergleich.

Warum die richtige Schutzklasse zählt

Die falsche Schuhklasse kann teure Ausfälle und Verletzungen bedeuten. Beispiel: Auf einer trockenen Lagerfläche reicht oft S1 oder S1P. Liegen dort aber regelmäßig Nägel oder Metallspäne, braucht es zwingend Durchtrittschutz, sonst drohen Stichverletzungen. Arbeitest du im Außenbereich oder in feuchten Zonen, kommt Schutz vor Wasser ins Spiel. Die EN ISO 20345 definiert klare Mindestanforderungen, etwa eine Zehenschutzkappe, die 200 Joule Aufprallenergie widersteht und 15.000 Newton Druck aushält, sowie die Energieaufnahme im Fersenbereich. Kurz gesagt: Pass die Klasse an die realen Gefahren deines Arbeitsplatzes an – nicht an Optik oder Gewohnheit. Bei shraks.de findest du vor allem SBP und S1P Modelle im Sneaker-Look, die für trockene bis überwiegend trockene Umgebungen mit Durchtrittschutz entwickelt sind.

EN ISO 20345 im Überblick

Alle Schuhe nach EN ISO 20345 besitzen eine Zehenschutzkappe mit 200 J Aufprallschutz und 15 kN Druckbeständigkeit. Von Klasse zu Klasse kommen Eigenschaften hinzu, die gezielt typische Risiken abdecken. Die 2022er Aktualisierung der Norm hat Bezeichnungen rund um den Durchtrittschutz präzisiert und Zusatzkürzel wie PL und PS eingeführt. Eine kompakte Zusammenfassung findest du hier: EN ISO 20345: S1, S1P, S2, S3 – kompakt erklärt.

S1 und S1P - für trockene Bereiche

S1 deckt typische Indoor-Risiken in trockenen Zonen ab. Neben der Zehenschutzkappe fordert S1 eine geschlossene Ferse, antistatische Eigenschaften (A), Energieaufnahme im Fersenbereich (E, typ. 20 J) und Kraftstoffbeständigkeit der Laufsohle (FO). S1P ergänzt S1 um Durchtrittschutz der Zwischensohle (P). Dieser schützt vor spitzen Gegenständen auf dem Boden und wird mit definierten Prüfnägeln getestet. Vertiefende Infos bietet S1P-Standard: Eigenschaften und Vorteile. Typische Einsatzfelder: Lager, Logistik, Montage, Werkstatt, trockene Produktion und Handwerk in Innenbereichen. Hinweis zu SBP: Das ist die Basisklasse SB mit zusätzlichem Durchtrittschutz – eine sinnvolle Option, wenn das Umfeld trocken ist, aber Durchstichrisiken bestehen. Genau hierauf fokussiert sich das shraks.de Sortiment mit bequemen, leichten Modellen.

S2 und S3 - für feuchte und nasse Bereiche

S2 entspricht S1 und ergänzt wasserabweisendes Obermaterial mit begrenzter Wasseraufnahme und -durchdringung (WRU). S2 eignet sich, wenn du regelmäßig Spritzwasser, Reinigung, Feuchtigkeit oder wechselnde Innen-Außen-Wege hast. S3 ist S2 plus Durchtrittschutz und profilierte Laufsohle für besseren Halt auf unebenen, schmutzigen Flächen. S3 wählst du, wenn du mit Feuchtigkeit, Verschmutzung und Durchstichgefahr gleichzeitig zu tun hast, etwa auf der Baustelle, im Tiefbau oder bei Außenmontagen. Detaillierte Kaufkriterien für S3 findest du im Ratgeber S3 Sicherheitsschuhe: Anforderungen und Kaufkriterien. Wenn du zwischen S1P und S3 schwankst, hilft dieser Vergleich: S1P vs. S3: Unterschiede und Einsatzbereiche.

Neue Zusätze seit 2022: S1PL, S1PS, S3L, S3S

Die Zusätze L und S geben Auskunft über die Art des Durchtrittschutzes und die verwendete Prüfnagelgeometrie. Kurz gesagt: Es wird transparenter, ob ein metallischer oder ein nichtmetallischer Durchtrittschutz verbaut ist und gegen welche Art von Stichen die Einlage geprüft wurde. So liest du die Kennzeichnung leichter und kannst Feinunterschiede passend zu deinem Risiko berücksichtigen.

So wählst du die passende Klasse

Starte mit einer einfachen Risiko-Checkliste: Gibt es Durchstichgefahr durch Nägel, Späne oder Scherben? Ist der Boden trocken, feucht oder zeitweise nass und verschmutzt? Arbeitest du überwiegend innen oder außen, auf glattem oder rauem Untergrund? Für die meisten trockenen Innenbereiche ist S1 ausreichend, S1P bei Durchstichgefahr Pflicht. Bei Feuchtigkeit und Spritzwasser ist S2 sinnvoll. Kombinierst du Feuchtigkeit mit Durchstichgefahr und unebenem, verschmutztem Boden, ist S3 die robuste Wahl. Beachte zusätzlich branchenspezifische Besonderheiten wie ESD-Anforderungen in der Elektronikfertigung, hitzebeständige Sohlen in heißen Umgebungen oder Kälteisolierung bei Kühlhausarbeit.

Drei Fragen, die dir die Wahl erleichtern

  • Gibt es spitze Gegenstände auf dem Boden? Ja - wähle mindestens P, also S1P oder S3. Nein - S1 oder S2 reichen je nach Feuchte.
  • Ist dein Umfeld meist trocken oder oft feucht? Trocken - S1/S1P. Feucht bis nass - S2/S3.
  • Ist der Boden sauber und eben oder uneben und verschmutzt? Sauber/eben - S1/S1P/S2. Uneben/verschmutzt - S3 mit profilierter Sohle.

Tipp: shraks.de führt vor allem SBP und S1P Sicherheitsschuhe im sportlichen Sneaker-Stil. Wenn du überwiegend in trockenen Zonen arbeitest und Durchstichschutz brauchst, bist du damit in der Regel richtig aufgestellt.

Kennzeichnung und Symbole verstehen

Die Schuhzunge oder das Innenetikett zeigt die Norm, Klasse und Zusatzkennzeichen. Auf der Verpackung findest du die Angaben ebenfalls. Neben S1, S1P, S2 oder S3 können zusätzliche Kürzel stehen, die bestimmte Eigenschaften beschreiben:

  • A - antistatisch
  • E - Energieaufnahme im Fersenbereich
  • FO - Kraftstoffbeständigkeit der Sohle
  • P, PL, PS - Durchtrittschutz, mit Angabe der Einlagenart und Prüfnagel
  • WRU - wasserabweisendes Obermaterial
  • WR - wasserundurchlässiger Schuh insgesamt
  • HRO - hitzebeständige Laufsohle
  • HI/CI - Wärme- bzw. Kälteisolierung
  • SRC - Rutschhemmung auf Keramik- und Stahlboden mit Gleitmitteln
  • ESD - ableitfähig für elektrostatisch empfindliche Bereiche
  • M/AN - Schutz im Mittelfuß- bzw. Knöchelbereich

Häufige Fehler bei der Auswahl

Nur nach Optik zu entscheiden, ist ein Klassiker. Ein weiterer Fehler: Durchstichgefahr unterschätzen und ohne P arbeiten. Häufig vergessen wird auch die Feuchtebelastung, etwa bei regelmäßigem Reinigen oder kurzen Außeneinsätzen. Achte zudem auf passende Rutschhemmung für deinen Boden und die richtige Größe, damit Schutzfunktionen korrekt wirken und du keine Ermüdungsbeschwerden entwickelst.

FAQ

Was bedeutet S1, S2 und S3?

S1 ist Basisschutz für trockene Innenbereiche mit Zehenschutz, antistatischen Eigenschaften, Fersenenergieaufnahme und FO. S2 ergänzt wasserabweisendes Obermaterial für feuchte Umgebungen. S3 kombiniert S2 mit Durchtrittschutz und profilierter Sohle für unebene, verschmutzte Flächen.

Was bedeutet S1 oder S1P?

S1 deckt typische Indoor-Risiken ohne dauerhafte Feuchte ab. S1P ist S1 plus Durchtrittschutz in der Zwischensohle. Du wählst S1P, wenn Nägel, Späne oder Scherben am Boden liegen können. Genau solche leichten, bequemen S1P-Modelle findest du bei shraks.de.

Ist S3 in EN ISO 20345 definiert?

Ja. S3 ist eine in EN ISO 20345 definierte Klasse. Sie vereint Zehenschutz 200 J und 15 kN, antistatische Eigenschaften, Fersenenergieaufnahme, FO, wasserabweisendes Obermaterial und Durchtrittschutz mit profilierter Laufsohle. Für nasse, verschmutzte und unebene Außenbereiche ist S3 die robuste Lösung.

Was sagt die Norm ISO 20345?

Die EN ISO 20345 legt Mindestanforderungen für Sicherheitsschuhe fest, etwa Zehenschutz, Prüfwerte für Aufprall und Druck, Rutschhemmung und optionale Zusatzeigenschaften. Die Aktualisierung 2022 schafft klarere Kennzeichnungen beim Durchtrittschutz. So kannst du Schuhe gezielt nach Risiko auswählen.

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